Ihr könnt gerne schon Montag Abend anreisen und Dienstag beim Aufbau helfen.

Hier ist das bisherige Programm für die Campzeit – es lohnt sich immer wieder nachzuschauen, weil es sicht immer mehr füllt.
Wenn ihr selbst etwas anbieten wollt, meldet euch gerne. Zwischen und während den Angeboten gibt es viel Platz für Aktionen und Vernetzung.:

Dienstag 5. August
Aufbau

Mittwoch 6. August

16.00 Uhr
Effektives Vorgehen gegen neue Tierfabriken

In diesem 1,5 h Workshop wollen wir euch einen Überblick über die vielen
Möglichkeiten geben, wie ihr effektiv gegen geplante Tieranlagen
vorgehen könnt. Dabei werden wir auf folgende Punkte eingehen:

Wie bekomme ich Informationen über geplante Tieranlagen?
Wie gehe ich vor, wenn ich Tierfabriken im Genehmigungsverfahren
verhindern will?
Wie kann ich öffentlichkeitswirksam gegen die Anlage vorgehen?
Wie finde ich weitere potentielle Unterstützer_Innen?
Wie schalte ich die Presse ein?

19.00 Uhr

Tierethik – Buchvorstelung mit der Herausgeberin, Friederike Schmitz

Ist es legitim, nichtmenschliche Tiere für unsere Zwecke zu nutzen? Sie gefangen zu halten, zu töten oder Experimente mit ihnen anzustellen?
In der vergleichsweise jungen philosophischen Disziplin der Tierethik werden je nach zugrunde gelegter Moraltheorie verschiedene Argumente vorgebracht, mit denen unsere gegenwärtigen Umgangsweisen mit Tieren gerechtfertigt oder – in den meisten Fällen – scharf kritisiert werden.
Friederike Schmitz, Herausgeberin des kürzlich erschienenen ersten deutschsprachigen Sammelbands zum Thema stellt ihr Buch und seine philosophischen Grundlagen persönlich vor.

Donnerstag 7. August

11.00 Uhr

Pressearbeits-und Rhetorik Workshop
Ob beim Engagement gegen Nationalismus, beim Durcheinanderwirbeln starrer Geschlechternormen oder im Einsatz für gesellschaftliche Tierbefreiung: Stets stehen in der emanzipatorischen Politik Inhalte im Vordergrund, die für viele Menschen erst einmal überraschend und gar nicht so leicht nachvollziehbar sind. Umso wichtiger, sich so auszudrücken, dass die Adressat_innen der Message damit etwas anzufangen wissen! In diesem Workshop wollen wir uns darin zusammen üben.

19.00 Uhr
Vorstellung des Fleischatlanten der Heinrich Böll Stiftung

In meinem Vortrag möchte ich die 2012 und 2013 veröffentlichten Fleischatlanten von Heindrich-Böll-Stiftung, BUND und Le Monde diplomatique vorstellen, die ich für unschätzbare Informationsquellen für die Umwelt- und Tierrechtsarbeit halte. Mit Grafiken und Bildern machen sie wesentliche Fakten über Tierhaltung und ihre Folgen greifbar: Zum allgemeinen Verständnis der Problematik und als Argumentationshilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit. Mein inhaltlicher Fokus wird auf den Umweltauswirkungen der industriellen Tierausbeutung liegen, insbesondere auf den Folgen für lokale Biosysteme und das globale Klima. Zum Teil beziehe ich dabei weitere thematisch verwandte Studien mit ein.

22.00 Uhr
Konzert am Lagerfeuer mit Fau­lenz*A:
„Als streu­nen­de Pun­ke­rin und Gla­mour Queen spie­le ich meine Lie­der mit Gi­tar­re, Ak­kor­de­on und zu elek­tro­ni­schen Beatz. Sie han­deln von quee­rer Liebe, Trau­rig­keit und Spaß, vom Tan­zen und einem Leben, dass ich mir wild und zwang­los wün­sche. Ich er­zäh­le von „Ju­li­an oder Ju­lia­ne“, von Rot­kehl­chen im Magen, Cup­cakes es­sen­den Ge­füh­len, von Glit­zer, Re­bel­li­on und Stra­ßen­wind. Wer­det au­to­no­me Mäuse!“

Freitag 8. August
10.00 Uhr
Aktionsworkshop

Im Workshop wollen wir euch anhand einer Reihe von Fotos Aktionen vorstellen und sie mit euch diskutieren. Was gibt es für Aktionsformen? Was kann mensch tun gegen Tierfabriken?
Je nach Interesse können wir zu einigen mehr sagen und evtl. Sachen selber ausprobieren und konkret umsetzen.

17.00 Uhr
Vortrag: Proteste gegen Unterdrückung, Zerstörung, Gewalt und Kapitalismus: Blockupy und „Der EuroTier entgegentreten

Animal Liberation!‘ steht auf den Blogs, Flyern, T-Shirts und Stickern der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Vieles ist bei diesen Kämpfen noch weitestgehend Forderung, ohne gemeinsam die Bedingungen herausgearbeitet zu haben, unter denen Tierbefreiung überhaupt möglich ist. Man kann bekanntlich nicht nur von Befreiung sprechen. Man kann nur sagen, dass jemand von etwas befreit wird. Tiere sollen wie Menschen von Unterdrückung, gesellschaftlich organisierter Gewalt und Ausbeutung befreit werden. Aber warum werden Tiere überhaupt unterdrückt, in Ställe gesperrt, in Schlachthäusern umgebracht oder in Laboren in Experimenten vernutzt? Erst langsam beginnt die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung die Ursachen zu analysieren und diskutiert das gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnis vor dem Hintergrund der kapitalistischen Produktionsverhältnisse. Diese Diskussion und auch unsere politische Praxis ist aber nicht in der Lage, einmal die notwendige radikale Gesellschaftsveränderung herbeizuführen, wenn die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse nicht zusammen mit den Aktivist*innen der anderen emanzipatorischen Kämpfe analysiert und bekämpft werden. Unter dem Bündnisnamen Blockupy haben sich verschiedene kapitalismuskritische bis antikapitalistische Gruppen und Bewegungen 2011 zusammengetan, um gegen die Krisenpolitik der herrschenden Klasse anzugehen, die nun auch in Europa die Zerstörung und das Elend des Kapitalismus für immer mehr Menschen spürbar macht. Tiere und Natur, ohnehin vom kapitalistischen Ausbeutungssystem nur als Material ge- und verbraucht, um die Profite der herrschenden Klasse zu vergrößern, werden wahrscheinlich durch die krisenpolitischen Maßnahmen wie die Troika-Politik und das TTIP zukünftig sogar unter noch schlimmeren Bedingungen genutzt, verletzt und getötet. Tierbefreier*innen hatten sich seit Beginn der Blockupy-Proteste an diesen beteiligt, um eine Zusammenarbeit mit anderen Kämpfen der antikapitalistischen Linken anzustoßen bzw. fortzuführen. Im Herbst 2013 wurde von verschiedenen Tierrechtler*innen und Tierbefreier*innen das Bündnis Tierbefreiung goes Blockupy gegründet, um diese bewegungsübergreifende und transnationale Zusammenarbeit verstärkt zu unterstützen. Der erste Teil dieser Infoveranstaltung soll über Blockupy, Tierbefreiung goes Blockupy und anstehende Projekte und Proteste informieren.

Ein Projekt soll hierbei besonders hervorgehoben werden, und dies bildet den zweiten Teil dieser Infoveranstaltung: Die geplanten Proteste gegen die Messe EuroTier, die im Rahmen von Tierbefreiung goes Blockupy stattfinden sollen.

Im zweijährlichen Rhythmus treffen sich Landwirte, Züchter, Produzenten, Verarbeiter, Händler, Investoren, staatliche Behörden und ein interessiertes Fachpublikum aus aller Welt, die allesamt Profit aus der „Tierproduktion“ schöpfen, in Hannover zur Fachmesse EuroTier. Dort werden „die neuesten Trends und Innovationen im Bereich Tierhaltung, Management und Dienstleistungen“ vorgestellt. Alle branchenführenden und nachgeordneten Unternehmen stellen ihre Produkte auf dem Messegelände Hannover vom 11.-14. November 2014 aus und sich vor.

Wir rufen zu Protesten gegen die EuroTier-Messe 2014 auf! Gegen die Ausbeutung von Tieren und Menschen! Gegen Naturzerstörung und kapitalistische Verwertungslogik! Damit Unterdrückung und Tötung kein Geschäft bleibt! Nach einem Input über die Messe werden wir über den geplanten Widerstand berichten.

22.00 Uhr
„Galerie des Entsetzens“ – Live-vertonte Gedichtlesung und Kunstausstellung vor der Wiesenhof Schlachtfabrik in Holte/Wietzen

Die­ses Buch zeigt Tiere auf eine neue Art. Aus der Tier­rechts­per­spek­ti­ve des Ly­ri­kers To­bi­as Hai­ner und des Künst­lers Chris Moser wer­den Tiere nicht als Ob­jek­te oder le­gi­ti­me Waren, eben­so wenig als Be­glei­ter_in­nen und Freun­d_in­nen, son­dern als er­mor­de­te und ge­walt­tä­tig zur Ware ge­mach­te Sub­jek­te be­trach­tet und dar­ge­stellt. Er ist eine „Ga­le­rie des Ent­set­zens“, wel­che „die un­ge­schmink­te Wahr­heit über Mensch-​Tier-​Ver­hält­nis­se“ of­fen­bart und die Qua­len und Er­mor­dung von (nicht­men­sch­li­chen) Tie­ren zum Aus­druck bringt.

To­bi­as Hai­ner ist Mu­si­ker, Ly­ri­ker und seit 15 Jah­ren Ak­ti­vist der eman­zi­pa­to­ri­schen Tier­be­frei­ungs­be­we­gung. Chris Moser war als Künst­ler und Ak­ti­vist einer der An­ge­klag­ten im Wie­ner Neu­städ­ter Tier­schutz­pro­zess. Ihm wurde vor­ge­wor­fen ein „füh­ren­des Mit­glied“ der Ös­ter­rei­chi­schen Ani­mal Li­be­ra­ti­on Front zu sein.

Die­ser Band ist der zwei­te aus der neuen Schrif­ten­rei­he von die tier­be­frei­er e.V., die ver­eins­na­hen The­men und Au­to­r_in­nen einen Platz bie­tet. Die ge­sam­ten Ein­nah­men aus der Schrif­ten­rei­he flie­ßen in die För­de­rung von Tier­rechts­ak­ti­vis­mus und ver­eins­in­ter­nen wie ex­ter­nen Tier­rechts­pro­jek­ten.

Wei­te­re Infos auf http://​www.​tierbefreier.​de/​schriftenreihe/​band2/​.

Samstag 9. August
Ab 11.00 Uhr
Krea­ti­ve Kund­ge­bung und In­fo­tisch gegen Tier­fa­bri­ken in der Friedrich – Ludwig Jahnstraße Ecke Langestraße.

14.00 Uhr
Um 14.​00 Uhr wird sie in der Mühlenstraße Ecke Langestraße in eine De­mons­tra­ti­on über­ge­hen, die durch die Nien­bur­ger In­nen­stadt di­rekt zum Kul­tur­werk geht. Dort fin­det um 17.​00 Uhr die Le­sung mit Hilal Sez­kin statt.

17.00 Uhr im Kulturwerk Nienburg Minde­ner Land­stra­ße 20
Artgerecht ist nur die Freiheit?
Lesung und Diskussion mit Hilal Sezgin

Die gegenwärtige industrielle Massentierhaltung ist grausam, so viel ist klar. Aber sind andere Formen der Tierhaltung grundlegend besser? In ihrem im Januar erschienenen Buch diskutiert die Journalistin und Autorin Hilal Sezgin zentrale Fragen der Tierethik und kommt zu dem Schluss, dass wir unseren Umgang mit Tieren nicht nur mit kosmetischen Reformen verbessern, sondern grundlegend überdenken müssen. Dabei bringt die Autorin, die auf ihrem Hof in der Lüneburger Heide eine Schafherde sowie gerettete Hühner und Gänse versorgt, ihre eigenen Erlebnisse ebenso ein wie fundiertes Wissen über die gegenwärtige Tierindustrie und die Argumente der philosophischen Tierethik.
Neben der Lesung wird viel Zeit zur Diskussion mit der Autorin sein.

Sonntag 10. August
10.00 Uhr
bio vegane Landwirtschaft
Zu Beginn wird es einen kleinen Input zu Theorie und vor allem Praxis des veganen Landbaus geben. Was bedeutet Bio veganer Anbau und was ist der Unterschied zu anderen Anbaumodellen? Ich möchte versuchen darauf eine Antwort zu geben. Da ich eine Ausbildung bei einer bio veganen Gärtnerei mache werde ich von der praktischen Umsetzung dort erzählen und je nach Interesse der Teilnehmer*innen auf verschiedene Aspekte eingehen.
Anschließend können Fragen gestellt, über Erfahrungen berichtet und sich über Ideen ausgetauscht werden…

Zusätzlich wird es eine Samentauschbörse geben.

12.30 Uhr
Fahrradtour u.a. durch Holte und Wietzen

18.00 Uhr
Austauschtreffen für alle die an den Widerstand gegen Tierfabriken Interessiert sind

Montag 11. August
10.00 Uhr

Abbau